Optisch klarer Klebstoff (OCA) ist ein Festphasenklebstoff, der bei der Herstellung von Touchpanels und LCD-Bildschirmen verwendet wird. Er verbindet Deckglas, Berührungssensor und Flüssigkristallanzeigemodul und sorgt so für Stabilität und verbesserte optische Klarheit. Bei der Bildschirmaufbereitung – insbesondere beim Austausch von gesprungenem Glas – ist die Entfernung der OCA-Klebstoffreste jedoch oft der zeitaufwändigste Schritt.
Wird dieser Klebstoff nicht vollständig entfernt, kann dies zu Blasenbildung, ungleichmäßiger Laminierung oder Beschädigung der Polarisationsfolie führen. Fachleute verwenden spezielle Strategien und Werkzeuge, von chemischen Lösungsmitteln bis hin zu elektrischen Klebstoffentfernern, um eine einwandfreie Oberfläche für die erneute Laminierung zu gewährleisten.
Techniker verwenden im Allgemeinen drei Hauptmethoden zur Reinigung mobiler Displays: chemische, manuelle und elektromechanische.
Flüssige Lösungen, in der Branche oft mit generischen Bezeichnungen wie 8333 geführt, weichen den Klebstoff auf. Obwohl sie wirksam sind, birgt die alleinige Verwendung von Chemikalien Risiken. Überschüssige Flüssigkeit kann in die Hintergrundbeleuchtung von LCDs eindringen und dort dauerhafte Wasserschäden verursachen.
Dabei kommt eine Handklinge oder ein Schaber zum Einsatz. Diese Methode ist zwar kostengünstig, birgt aber ein hohes Risiko, den Polarisator zu zerkratzen oder das empfindliche LCD-Display durch ungleichmäßige Druckverteilung zu beschädigen.
Dies ist der Standard in professionellen Reparaturwerkstätten. Elektrische Werkzeuge verwenden eine rotierende Nadel oder einen Wollkopf, um den Kleber vom Bildschirm abzurollen. Diese Methode minimiert den Druck auf das Display und verkürzt die Reinigungszeit erheblich.
Die folgende Tabelle vergleicht die Effizienz und das Risikoniveau verschiedener Entfernungsmethoden auf Basis von Workshop-Daten.
| Besonderheit | Manuelles Abschaben | Nur Chemikalien | Elektrisches Klebstoffentferner-Werkzeug |
| Durchschnittliche Zeit (pro Bildschirm) | 10–15 Minuten | 15–20 Minuten | 3–5 Minuten |
| Risiko einer Beschädigung des Polarisators | Hoch | Niedrig | Niedrig |
| Risiko von Hintergrundbeleuchtungsschäden | Niedrig | Hoch (Flüssigkeitseintritt) | Niedrig |
| Verbrauchskosten | Niedrig (Klingen) | Hoch (Lösungsmittel) | Niedrig (Nadeln/Köpfe) |
| Körperliche Anstrengung | Hoch | Niedrig | Minimal |
Bei der Auswahl eines elektrischen Klebstoffentferners für die Handy-Reparatur sind bestimmte technische Parameter für die Leistung entscheidend. Ein Standardmotor kann mit der hohen Viskosität von kaltem OCA-Klebstoff überfordert sein, was zu Blockieren oder Überhitzung führen kann.
Professionelle Werkzeuge verwenden Motoren aus reinem Kupfer. Kupfer bietet im Vergleich zu Aluminium eine überlegene Leitfähigkeit und Wärmeableitung. Dies führt zu einer gleichmäßigen Drehmomentabgabe, sodass das Werkzeug auch dickflüssigen Klebstoff problemlos aufrollen kann.
Unterschiedliche Bildschirme erfordern unterschiedliche Herangehensweisen. Weiche OLED-Bildschirme sind empfindlicher als starre IPS-LCDs.
Einstellbare Geschwindigkeiten: Geräte mit mehrstufiger Gangschaltung ermöglichen es den Technikern, die Geschwindigkeit für eine schonende Randreinigung zu reduzieren und für die Mitte des Bildschirms zu erhöhen.
Rotationsstabilität: Die Welle muss sich ohne Taumeln (Rundlauf) drehen, um ein "Eingraben" in die Sieboberfläche zu verhindern.
Die Effizienz in einer Reparaturumgebung wird häufig an der Reduzierung des Werkzeugwechsels gemessen. Moderne Lösungen kombinieren oft Funktionen, um den Arbeitsbereich zu optimieren.
Zum Beispiel dieTBK 002 Diese Integration wird durch die Kombination eines elektrischen Klebstoffentferners mit einem Drahtgriff zur Bildschirmtrennung veranschaulicht. Diese Konstruktion adressiert zwei entscheidende Schritte: das Trennen des Glases vom LCD und das anschließende Entfernen des Klebstoffs.
Betriebsdauer: Für Betriebe mit hohem Durchsatz ist die Akkulaufzeit entscheidend. Geräte mit einer Betriebsdauer von ca. 10 Stunden gewährleisten einen unterbrechungsfreien Arbeitsablauf.
Ergonomie: Da Techniker diese Werkzeuge über längere Zeiträume halten, spielen Gewicht und Vibrationsniveau eine wichtige Rolle. Eine USB-C-Ladeschnittstelle ist nun Standard, um die Kompatibilität mit bestehenden Werkstattstromversorgungen zu gewährleisten.
Um Sicherheit und Effizienz zu gewährleisten, befolgen Sie bitte dieses standardisierte Verfahren:
Erwärmen Sie das Sieb: Legen Sie das Sieb auf einen auf ca. 80 °C erwärmten Separator. Warmer Klebstoff lässt sich deutlich leichter entfernen als kalter Klebstoff.
Erste Trennung: Bei Verwendung eines Spezialwerkzeugs wie dem TBK 002 sollte die Drahtgrifffunktion zum Durchtrennen der OCA-Schicht zwischen Glas und LCD eingesetzt werden.
Grobe Klebstoffentfernung: Schalten Sie den elektrischen Klebstoffentferner ein. Beginnen Sie in der Mitte des LCD-Bildschirms und arbeiten Sie sich nach außen vor. Lassen Sie die rotierende Nadel den Klebstoff erfassen; üben Sie keinen starken Druck aus. Das Drehmoment des Motors erledigt die Arbeit.
Feinreinigung: Sobald der grobe Klebstoff abgerollt ist, wischen Sie den verbleibenden dünnen Schleier auf der Oberfläche mit einem fusselfreien Tuch und etwas Rückstandsentferner ab.
Die Nadel blockiert: Dies deutet in der Regel darauf hin, dass der Klebstoff zu kalt ist oder der Motor nicht genügend Drehmoment liefert. Stellen Sie sicher, dass das Sieb ausreichend aufgeheizt ist. Sollte das Gerät weiterhin blockieren, ist der Motor möglicherweise nicht für die Entfernung von starkem OCA geeignet.
Kratzer auf dem Polarisator: Diese entstehen, wenn der Auftreffwinkel zu steil ist. Halten Sie den elektrischen Entferner parallel zur Sieboberfläche.
Klebstoffverschmierung: Wenn der Klebstoff verschmiert statt zu rollen ist, ist die Rotationsgeschwindigkeit wahrscheinlich zu hoch. Reduzieren Sie die Geschwindigkeitseinstellung, damit der Klebstoff an der Entnahmenadel haften kann.
Frage 1: Können elektrische Klebstoffentferner sowohl auf flachen als auch auf gebogenen Bildschirmen verwendet werden?
A1: Ja, elektrische Fleckenentferner eignen sich für beides. Gebogene OLED-Bildschirme erfordern jedoch niedrigere Drehzahlen und eine ruhige Hand, um Beschädigungen der gebogenen Kanten zu vermeiden, da diese empfindlicher sind als flache Oberflächen.
Frage 2: Ist es notwendig, flüssige Lösungsmittel mit einem elektrischen Entferner zu verwenden?
A2: Im Allgemeinen nein. Elektrowerkzeuge sind für das trockene Entfernen des Klebstoffs konzipiert. Flüssigkeiten werden üblicherweise erst zum abschließenden Polieren verwendet, nachdem der Hauptteil des Klebstoffs entfernt wurde.
Frage 3: Wie lange hält der Akku eines kabellosen Klebstoffentferners wie dem TBK 002?
A3: Die Batterielebensdauer variiert je nach Nutzungsintensität, aber effiziente Modelle mit reinen Kupfermotoren bieten typischerweise rund 10 Stunden kontinuierliche Standby- oder Betriebszeit, was für einen ganzen Tag Reparaturen ausreicht.
Frage 4: Worin besteht der Unterschied zwischen einer OCA-Entfernungsmaschine und einem Handgerät?
A4: Eine Reinigungsmaschine ist üblicherweise ein größeres Tischgerät, das häufig zur automatisierten Reinigung in Fabriken eingesetzt wird. Ein handgeführtes Elektrowerkzeug ist ein tragbares Gerät, das von Technikern zur manuellen Steuerung bei einzelnen Reparaturen verwendet wird.
Frage 5: Warum wird bei Reparaturwerkzeugen ein Motor aus reinem Kupfer bevorzugt?
A5: Motoren aus reinem Kupfer bieten einen höheren Wirkungsgrad, erzeugen weniger Wärme und sind unter Last langlebiger als Standardmotoren. Dadurch wird sichergestellt, dass das Werkzeug auch bei dickflüssigem Klebstoff eine konstante Drehzahl beibehält.