Die 3D-Sublimations-Vakuum-Heißpresse ist eine spezielle Kategorie von Wärmeübertragungsgeräten, die für die Bearbeitung unregelmäßiger und gekrümmter Substrate entwickelt wurde. Im Gegensatz zu Flachbettpressen, die den Druck vertikal ausüben, nutzen diese Maschinen eine Vakuumpumpe, um Luft aus einer geschlossenen Kammer abzusaugen. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der eine flexible Silikonmembran oder eine spezielle Vakuumfolie eng an die Konturen des Objekts anpasst.
Dieser Mechanismus ist unerlässlich für den Rundumdruck, der häufig bei Produkten wie Smartphone-Hüllen, Keramiktellern und Tassen eingesetzt wird, bei denen das Design bis an die Kanten oder auf gewölbte Oberflächen reichen muss. Das Verständnis der manuellen Bedienung dieser Systeme ist entscheidend, um Produktionsfehler zu minimieren und eine hohe Übertragungsqualität zu gewährleisten.
Der Betrieb einer 3D-Vakuum-Heißpresse erfordert die Einhaltung einer bestimmten Abfolge, um Sicherheit und optimale Ergebnisse zu gewährleisten.
Vor Beginn des Heizzyklus müssen die Bediener sicherstellen, dass die Ausrüstung betriebsbereit ist:
Aufstellung: Stellen Sie sicher, dass die Maschine auf einer ebenen, hitzebeständigen Oberfläche mit ausreichender Belüftung steht.
Luftfilterprüfung: Überprüfen Sie den Luftfilter des Staubsaugers. Angesammelter Staub kann den Luftstrom behindern und zu schwacher Saugkraft und unvollständigen Transfers führen.
Dichtheitsprüfung: Untersuchen Sie den Silikondichtungsstreifen um die Vakuumkammer auf Risse oder Ablagerungen, die die Vakuumdichtung beeinträchtigen könnten.
Parametereinstellung: Schalten Sie das Gerät ein und stellen Sie die Vorheiztemperatur und den Timer entsprechend dem Substratmaterial ein (siehe Einstellungstabelle unten). Lassen Sie das Gerät aufwärmen; dies dauert in der Regel 15–20 Minuten.
Vorbereitung: Befestigen Sie das Sublimationspapier mit hitzebeständigem Klebeband auf dem Untergrund. Achten Sie bei Handyhüllen darauf, dass das Papier straff gespannt ist, um Faltenbildung zu vermeiden.
Einlegen: Legen Sie das Substrat in die Maschine ein. Achten Sie bei Verwendung einer Vorrichtung oder Form darauf, dass diese mittig positioniert ist.
Anwendung im Vakuum: Deckel schließen und Vakuumpumpe aktivieren. Digitalanzeige überwachen; für eine effektive Sublimation ist üblicherweise ein Vakuumdruck zwischen -0,06 und -0,09 MPa erforderlich.
Aufheizen: Sobald der Vakuumdruck stabil ist, starten Sie den Timer. Die Maschine hält die Zieltemperatur für die eingestellte Dauer aufrecht.
Abkühlung: Sobald der Alarm ertönt, das Vakuum sofort lösen. Den Deckel öffnen und das Transferpapier entnehmen, solange das Objekt noch heiß ist, um ein unkontrolliertes Ausgasen der Tinte (Geisterbilder) zu verhindern.
Die folgenden Parameter dienen als Referenz für Standard-3D-Vakuum-Heißpressvorgänge. Beachten Sie, dass Abweichungen in der Umgebungsfeuchtigkeit und der Papiersorte geringfügige Anpassungen erforderlich machen können.
| Substrattyp | Temperatur (°C) | Temperatur (°F) | Zeit (Sekunden) | Vakuumdruck |
| Handyhüllen (Standard) | 190°C | 374°F | 360 - 480 Sekunden | Hoch |
| Keramikbecher | 200 °C | 392°F | 240 - 360 Sekunden | Hoch |
| Keramikteller | 200 °C | 392°F | 300 - 420er | Mittel/Hoch |
| Glasrahmen | 200 °C | 392°F | 300 - 420er | Medium |
| Sportflaschen | 200 °C | 392°F | 300 - 420er | Hoch |
Regelmäßige Wartung ist der Schlüssel zur Langlebigkeit der Maschine und zur Qualität der Ergebnisse.
Wenn die Maschine den erforderlichen Unterdruck nicht erreicht, wird der Transfer an den Rändern wahrscheinlich verblasst erscheinen.
Lösung: Reinigen Sie zunächst den Silikondichtungsstreifen mit Alkohol, um Staub zu entfernen. Ist der Streifen spröde, muss er ausgetauscht werden. Überprüfen Sie anschließend die Vakuumschlauchverbindungen zur Pumpe auf Undichtigkeiten.
Eine ungleichmäßige Farbverteilung deutet oft auf einen Defekt des Heizelements oder auf kalte Stellen hin.
Lösung: Verwenden Sie ein Laserthermometer, um die Temperatur auf der Heizplatte zu messen. Werden signifikante Abweichungen (>10 °C) festgestellt, muss möglicherweise ein Heizrohr ausgetauscht werden.
Standardmäßige 3D-Vakuummaschinen sind zwar für eine Vielzahl von Produkten effektiv, stellen aber bei der Skalierung für die Herstellung von Handyhüllen besondere Herausforderungen dar.
Der herkömmliche Herstellungsprozess erfordert für jedes einzelne Handymodell eine spezielle Aluminium- oder Verbundform, um ein Verziehen des Gehäuses unter Hitzeeinwirkung zu verhindern. Angesichts der häufigen Veröffentlichung neuer Smartphone-Modelle müssen Unternehmen ständig Hunderte verschiedener Formen anschaffen und lagern. Dies führt zu hohen Kapitalbindungen und Problemen bei der Lagerverwaltung.
Für Unternehmen, die diesen Arbeitsablauf optimieren möchten, bietet die TBK 610 Handyhüllen-Transfermaschine eine zielgerichtete Lösung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Vakuumpressen ist die TBK 610 mit einem universellen Formsystem ausgestattet.
Diese Maschine nutzt ein intelligentes Pneumatiksystem in Kombination mit Vakuumsaugtechnik und passt sich so praktisch jedem iPhone- oder Android-Modell an – ganz ohne modellspezifische Vorrichtungen. Dank dieser Konstruktion können Bediener in nur etwa 5 Minuten vollflächige, hochauflösende Hüllen herstellen. Da kein umfangreiches Formenlager benötigt wird, reduziert die TBK 610 die Komplexität der Bedienung und senkt die Einstiegshürde für Unternehmen, die individuelle Handyhüllen herstellen.
Frage 1: Warum ist mein Ausdruck unscharf oder weist "Geisterbilder" auf?
A1: Geisterbilder entstehen, wenn sich das Transferpapier während des Sublimationsprozesses verschiebt oder der Vakuumdruck nicht ausreicht, um das Papier fest auf dem Substrat zu fixieren. Stellen Sie sicher, dass das Papier sicher verklebt ist und das Vakuummeter den korrekten Druck anzeigt.
Frage 2: Woran erkenne ich, wann die Silikonmembran ausgetauscht werden muss?
A2: Die Silikonmembran sollte ausgetauscht werden, wenn sie ihre Elastizität verliert, sich dauerhaft verformt oder Risse aufweist. Eine beschädigte Membran kann nicht den für hochwertige Kanten erforderlichen gleichmäßigen Druck ausüben.
Frage 3: Kann ich den TBK 610 auch für Keramiktassen verwenden?
A3: Nein, die TBK 610 wurde speziell mit einem universellen Formsystem für Handyhüllen entwickelt. Sie ist für die flache und gewölbte Geometrie von Smartphones optimiert und nicht für zylindrische Objekte wie Tassen.
Frage 4: Muss ich die Form vor dem Einsatz der Vakuumpresse vorheizen?
A4: Ja, bei Standardmaschinen, die Metallformen verwenden, hilft das Vorheizen der Form (oft durch einen Zyklus ohne Gehäuse), eine gleichmäßige Temperatur vom Beginn des Produktionszyklus an zu gewährleisten und das Risiko von kalten Stellen zu verringern.