Desktop-Röntgengeräte haben die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) revolutioniert, indem sie hochenergetische Bildgebungsfunktionen auf kleinstem Raum vereint haben. Im Gegensatz zu industrietauglichen Standscannern sind diese kompakten Systeme speziell für Labore, Forschungs- und Entwicklungszentren sowie Kleinserienfertigungslinien konzipiert, wo der Platz begrenzt, aber höchste Präzision unerlässlich ist.
Moderne Desktop-Systeme nutzen überwiegend digitale Radiografie. Anstelle von Film erfasst ein Flachdetektor die Röntgenenergie und wandelt sie unmittelbar in ein digitales Bild um. Dieses Verfahren ermöglicht eine Echtzeitanalyse und reduziert die Inspektionszeit interner Bauteile im Vergleich zu herkömmlichen Methoden erheblich.
Die Kernleistung eines Tischröntgengeräts wird durch seine Röhrenspannung und die Größe des Brennflecks bestimmt.
Spannung (kV): Typischerweise liegt die Spannung bei Desktop-Geräten zwischen 60 kV und 90 kV und ist ausreichend, um Leiterplatten, Kunststoffe und Leichtmetalle zu durchdringen.
Brennfleck: Ein kleinerer Brennfleck (gemessen in Mikrometern) liefert schärfere Bilder bei hoher Vergrößerung. In der Mikroelektronik ist eine Brennfleckgröße unter 5 Mikrometern oft erforderlich, um feine Bonddrähte aufzulösen.
Die Miniaturisierung elektronischer Bauteile hat die visuelle Inspektion unzureichend gemacht. Desktop-Geräte schließen diese Lücke, indem sie Einblicke in das Innere ermöglichen, ohne dass eine Demontage erforderlich ist.
Leiterplatten (PCBs) enthalten häufig BGA-Bauteile (Ball Grid Array), bei denen die Lötstellen unter dem Chip verborgen sind. Ein Desktop-Röntgengerät für Leiterplatten ist das Standardwerkzeug zur Überprüfung dieser Verbindungen. Mithilfe der Röntgenbildgebung erkennen die Bediener:
Lufteinschlüsse: Lufteinschlüsse in den Lötperlen, die zu Verbindungsfehlern führen können.
Überbrückung: Unerwünschte Lötverbindungen zwischen benachbarten Lötpads (Kurzschlüsse).
Kopf-im-Kissen: Unvollständige Verschmelzung zwischen der BGA-Kugel und der Lötpaste.
Neben dem Löten werden diese Maschinen auch zur Röntgenprüfung kleiner Bauteile wie Steckverbinder, Schalter und Sensoren eingesetzt. Sie spielen zudem eine entscheidende Rolle bei der Erkennung von Fälschungen, da sie es Supply-Chain-Managern ermöglichen, die interne Chipstruktur eingehender Komponenten mit bekannten Originalmustern zu vergleichen.
Bei der Bewertung von Geräten müssen die technischen Spezifikationen mit dem vorgesehenen Anwendungszweck übereinstimmen.
Die geometrische Vergrößerung wird durch das Verhältnis der Abstände zwischen Quelle, Objekt und Detektor bestimmt. Für die detaillierte Analyse von Halbleitergehäusen ist eine hohe geometrische Vergrößerung in Kombination mit einem hochauflösenden Detektor unerlässlich.
| Spezifikation | Standard-Desktop-Gerät | Hochpräzise Mikrofokuseinheit |
| Typische Spannung | 60 kV - 80 kV | 90 kV - 130 kV |
| Brennfleckgröße | 10 - 30 Mikrometer | < 5 Mikrometer |
| Primäre Verwendung | Allgemeine Montage, Steckverbinder | Halbleiter, BGA, Drahtbonden |
| Kühlmethode | Luftgekühlt | Öl- oder luftgekühlt |
| Wartung | Niedrig (versiegelte Röhre) | Mittel (Kalibrierung möglicherweise erforderlich) |
Sicherheit ist beim Umgang mit ionisierender Strahlung absolut unerlässlich. Konforme Tischgeräte funktionieren wie vollständig abgeschirmte Gehäuse. Hersteller wieTBK Durch die Integration redundanter Sicherheitsverriegelungen wird die Röntgenquelle beim Öffnen der Schranktür sofort deaktiviert. Diese Konstruktion gewährleistet, dass die Strahlungsleckage unterhalb der natürlichen Hintergrundstrahlung (typischerweise <1 µSv/h) bleibt und somit die Geräte ohne spezielle Schutzkleidung sicher in Standardbüro- oder Werkstattumgebungen eingesetzt werden können.
Um die Bildkonsistenz zu gewährleisten und die Lebensdauer der Geräte zu verlängern, müssen die Bediener bestimmte Protokolle befolgen.
Die meisten Tischröntgengeräte verwenden geschlossene Röntgenröhren, die wartungsfrei sind, aber eine begrenzte Lebensdauer haben (oft für 5.000 bis 10.000 Betriebsstunden ausgelegt). Die routinemäßige Wartung umfasst:
Detektorkalibrierung: Laufende Verstärkungs- und Offsetkorrekturen zur Beseitigung von Hintergrundrauschen aus den Bildern.
Aufwärmzyklen: Die Spannung wird schrittweise erhöht, um die Röhre zu schützen, wenn das Gerät längere Zeit nicht benutzt wurde.
Frage 1: Wie hoch ist die typische Lebensdauer einer Tischröntgenröhre?
A1: Geschlossene Röntgenröhren, die in Tischgeräten verwendet werden, haben in der Regel eine Lebensdauer zwischen 5.000 und 10.000 Betriebsstunden, abhängig von den verwendeten Spannungseinstellungen und der Häufigkeit der Ein-/Ausschaltzyklen.
Frage 2: Können Desktop-Röntgengeräte für Metallteile verwendet werden?
A2: Ja, aber mit Einschränkungen. Zwar können sie Leichtmetalle wie Aluminium oder dünnen Stahl prüfen, aber dichte Metalle wie Blei oder dickes Kupfer erfordern möglicherweise höhere Spannungen (über 100 kV), als Standard-Tischgeräte liefern.
Frage 3: Ist für den Betrieb eines Tischröntgengeräts eine spezielle Lizenz erforderlich?
A3: Die Vorschriften variieren je nach Region. In vielen Ländern gelten vollumfänglich abgeschirmte Röntgenschranken als „befreit“ oder erfordern im Vergleich zu industriellen Röntgenanlagen mit offenem Strahl nur eine minimale Registrierung. Bitte informieren Sie sich stets über die Strahlenschutzbestimmungen Ihrer örtlichen Behörde.
Frage 4: Wie gewährleistet das TBK-Desktop-Gerät die Sicherheit des Bedieners?
A4: TBK-Geräte sind als vollständig geschlossene, bleiausgekleidete Gehäuse mit ausfallsicheren Verriegelungsschaltern ausgeführt. Diese Konstruktion hält die Strahlung innerhalb des Geräts und gewährleistet so, dass Bediener außerhalb des Geräts keiner Röntgenstrahlung ausgesetzt sind.